Polyharmonique


Ensemble Polyharmonique ist ein Kollektiv von Gesangssolisten, das sich unter Berücksichtigung der historischen Aufführungspraxis auf die Vokalmusik der Renaissance- und Barockzeit spezialisiert hat.


Ensemble Polyharmonique, fotografiert von Christian Palm in der Dorfmühle Lehrberg

Ensemble Polyharmonique ist ein Kollektiv von professionellen Sänger*innen der vielfältigen ALTEN MUSIK-Szene Europas. Die Vokalmusik der Renaissance und des Barockzeitalters bilden das Kernrepertoire des Ensembles. Unter Berücksichtigung der historischen Aufführungspraxis vereint das Ensemble Ideen der Deutschen- und der Franko-Flämischen Gesangskultur zu lebendig poetischen Interpretationen. Die Basisbesetzung besteht aus 6 Gesangsolist*innen a cappella oder begleitet durch den Basso Continuo und kann je nach Programm variieren (4-13 Sänger/innen).

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Einladungen zu Festivals in ganz Europa sprechen für die internationale Wahrnehmung von Ensemble Polyharmonique. Dazu zählen das Festival Oude Muziek Utrecht, das Bachfest Leipzig, Meer Stemmig Gent, Musica Divina Mechelen, Les Nuits de Septembre Liège, die Trigonale Klagenfurt, die Thüringer Bachwochen, die Händelfestspiele Halle,  die Tage der Alten Musik Regensburg,  das Heinrich Schütz Musikfest, die Tage der Alten Musik Bratislava u.a.

Für das Repertoire mit Instrumentalbegleitung, wie die Oratorien, Messen und Kantaten von J.S.Bach, Dieterich Buxtehudes Membra Jesu nostri, die Marienvesper von Claudio Monteverdi oder den Messiah von G.F.Händel, konnten renommierte Barockorchester als Partner gewonnen werden, darunter das {oh!} Orkiestra Historyczna aus Katowice, die Akademie für Alte Musik Berlin, das Wrocław Baroque Orchestra, L’arpa festante sowie das La Folia Barockorchester.

Neben dem bekannten Repertoire ALTER MUSIK widmet sich das Ensemble Polyharmonique der Entdeckung von unbekannten Werken des 17.- und 18. Jahrhunderts. 

Bisher erschienen sind 2015 die CDs „Musicalische Seelenlust“ mit Musik von Thomaskantor Tobias Michael (1592-1657), sowie 2016 „Cavalli-Requiem“ mit Werken von Francesco Cavalli (1602-1676) und Alessandro Grandi (1577-1630) (beide bei Raumklang Records). 

2017 wurde die Weltersteinspielung der „Chor-Music auff Madrigalmanier“ von Andreas Hammerschmidt (1611-1675) veröffentlicht und 2019 die abendfüllende oratorische Markuspassion italienischer Prägung von Johann Georg Künstel (c1645-1694).

Im Oktober 2020 erschien die Einspielung der „Geistlichen Chor-Music 1648“ von Heinrich Schütz (1585-1672).

Gerade erschienen


Geistliche Chor-Music 1648
Heinrich Schütz

Stimmen und Eindrücke zur Entstehung unserer neuesten Einspielung im Video


Stimmen


Joowon Chung
Soprano


„Ich habe sieben Jahre im Kinderchor gesungen. Diese Erfahrung hat mein Leben verändert.
Ich liebe das Singen und schöne Musik — Jetzt bin ich Sängerin.“


Joowon Chung entdeckte schon als Kind ihre Liebe zum Gesang. Nach dem Besuch einer Schule mit musischem Profil nahm sie ein Gesangsstudium an der Nationaluniversität Seoul bei Hyunju Yoon auf.In Deutschland setzte die junge Sopranistin ihr Studium an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden fort. Dort besuchte sie die Klassen von Prof. Christiane Hossfeld und Prof. Christine Hesse.

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2011 führte sie ihr Interesse an der Musik des Barock an die Abteilung Alte Musik der Hochschule für Musik »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig. Dort besuchte sie die Meisterklasse bei Gundula Anders, die sie im Februar 2016 mit dem Examen abschloss. In Meisterkursen bei Emma Kirby und Dorothee Mields erhielt sie wichtige Impulse für den Gesang in der historischen Aufführungspraxis.

Joowon Chung trat bereits beim Bachfest Leipzig, den Mendelssohn Festtagen Leipzig, dem Musikfest Erzgebirge, den Händel Festspielen Göttingen, dem Festival Musicale Estense in Modena, der Bachakademie Stuttgart, der Thüringer Bachwoche, den Händel Festspielen in Halle, dem Heinrich Schützfest, der Tage Alte Musik Regensburg, dem Utrecht Early Music Festival und vielen anderen auf. Sie konzertierte als Solistin mit den Wiener Sängerknaben, dem Bach Consort Wien, dem LaFolia Barockorchester, dem Michaelis Consort, der Camerata Bachiensis, dem Ensemble La Festa Musicale, dem Ensemble Holland Baroque, der Akademie für Alte Musik Berlin und der Gächinger Kantorei. Daneben führte ihre Liebe zum Ensemblegesang regelmäßig zu Auftritten mit renommierten Ensembles wie dem Collegium Vocale Gent, dem Gesualdo Consort und dem Ensemble Polyharmonique. 2013 gewann sie den ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb cantateBach! in Greifswald.

Matthias Lutze
Basso


„Manchmal gibt es dieses 100%-Gefühl, dass man als Ensemble wirklich eins ist. Nicht nur die Stimmen verschmelzen, sondern auch der Text und die Emotionen. Ein wunderbarer Rausch!“


Der Bass-Bariton erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor und im Windsbacher Knabenchor. Er studierte Gesang an der Musikhochschule Dresden „Carl-Maria von Weber“ bei Christiane Junghanns und Olaf Bär. Wichtige Impulse erhielt er außerdem von Charlotte Lehmann, Norman Shetler und Peter Kooij.

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Matthias Lutze musiziert mit namhaften Ensembles, wie dem Collegium Vocale Gent, dem RIAS-Kammerchor, der Lauttencompagney Berlin, der Cappella Amsterdam, der Batzdorfer Hofkapelle, dem Dresdner Kammerchor, der Capella de la Torre, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Budapest Festival Orchester, Cantus Thuringia und dem BLINDMAN collectief.

Er ist regelmäßig Gast bei großen Musikfestivals, z.B. den Händelfestspielen in Halle, den Bachtagen Potsdam, dem Bachfest Leipzig, dem Festival de Saintes, den Dresdner Musikfestspielen, dem Musikfest Stuttgart, dem Prager Frühling und dem Heinrich-Schütz-Musikfest.
Er singt unter Dirigenten, wie Philippe Herreweghe, Hans-Christoph Rademann, Wolfgang Katschner, Roderich Kreile, Daniel Reuss, Marcus Creed, Iván Fischer, James Wood, Paul Dombrecht und Helmuth Rilling und wirkt bei viel beachteten CD- und Rundfunkaufnahmen mit.

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    Johannes Gaubitz
    Tenore


    „Es ist ein Glück in einem Solistenensemble mit Gleichgesinnten Musik zu formen und so vielleicht der Intention eines Komponisten näher zu kommen.“


    Bereits im Alter von 8 Jahren begann der Tenor Johannes Gaubitz seine musikalische Ausbildung beim Windsbacher Knabenchor.
    Anschließend folgte ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Freiburg i. Br. bei Prof. Dorothea Wirtz, das er an der Musikhochschule Lübeck als Privatstudent bei Prof. Matthias Goerne mit Auszeichnung abschloss.

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    Seitdem ist er vor allem als freischaffender Konzertsänger aktiv und sang unter Dirigenten wie Hans-Michael Beuerle, Alexander Joel, Joseph Trafton, Carlos Dominguez-Nieto, Thomas Hengelbrock, Rene Jacobs, Rolf Beck, Achim Zimmermann, Kai-Uwe Jirka, Philipp Ahmann, Frieder Bernius und Philippe Herreweghe.

    Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet Ihn mit den Hamburger Symphonikern, der Hamburger Camerata, Elbipolis Barockorchester Hamburg, Barockorchester Göttingen, Leipziger Barockorchester, Staatskapelle Eisenach, Philharmonie Südwestfalen, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, Streicherakademie Bozen, Akademie für Alte Musik Berlin und der Lautten Compagney Berlin.

    Hierbei gastierte er unter anderem in der Laeiszhalle Hamburg, der Münchner Philharmonie, dem Gustav-Mahler-Saal in Toblach, dem Teatro Comunale Città di Vicenza, der Cathédrale d’Antibes, dem Muziekgebouw aan ‚t IJ Amsterdam, sowie in der Tokio Opera City Concert Hall.

    Neben seiner Konzert-Tätigkeit gilt sein besonderes Interesse dem Kunstlied. Dafür zeugt ein Master-Studium für Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Prof. Burkhard Kehring sowie zahlreiche Liederabende und Meisterkurse.

    Johannes Gaubitz debütierte 2008 am Staatstheater Braunschweig als 2. Edler in Wagners Lohengrin. Dort folgte die Rolle des Spatz in Richard Ayres ́ Oper The cricket recovers. Szenische Produktionen der Johannespassion von J.S. Bach führten ihn an das Theater Osnabrück und den Berliner Dom.
    Hier war er außerdem in einer szenischen Produktion des Weihnachtsoratoriums von J.S.Bach unter Christoph Hagel und den Berliner Symphonikern zu erleben, die überregionale Beachtung fand.

    Johannes Gaubitz ist Preisträger des internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg.

    Seit 2015 wird er vom Berliner Gesangspädagogen Sami Kustaloglu betreut.

    Sören Richter
    Tenore


    „Das Singen in einem Solistenensemble ist die perfekte Symbiose aus solistischem Singen, gepaart mit der Fähigkeit, sich in einen Ensembleklang einzubinden und diesen mitzuprägen.“


    Der im sächsischen Chemnitz geborene Tenor Sören Richter begann seine sängerische Laufbahn mit acht Jahren als Sängerknabe im Knabenchor Freiberg, sowie anschließend als Mitglied des Dresdner Kreuzchores.
    Neben seinem Gesangsstudium in Frankfurt am Main absolvierte er Meisterkurse bei Helmut Deutsch, Angelika Kirchschlager, Kurt Moll und Rudolf Piernay. Er war Stipendiat in der Förderung von Yehudi Menuhin Live Music Now, sowie 2011 Stipendiat der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Überdies erhielt Sören Richter das Rudolf-Mauersberger-Stipendium des Dresdner Kreuzchores.

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    Erste Erfahrungen auf der Bühne konnte Sören Richter bereits mit elf Jahren unter anderem als Erster Knabe in Mozarts Zauberflöte (Semperoper Dresden & Komische Oper Berlin), sowie als Master Cheney in Matthias Pintschers zeitgenössischer Oper Thomas Chatterton (Semperoper Dresden) sammeln.
    Während seines Studiums wirkte er in Produktionen des Staatstheaters Darmstadt, der Oper Frankfurt, des Nationaltheaters Mannheim, der Oper Köln, sowie beim Rheingau-Musik-Festival, dem Festival junger Künstler Bayreuth, den Händel-Festspielen Karlsruhe und in diversen Projekten des Hessischen Rundfunks mit.

    Im Sommer 2009 sang er als Preisträger des Internationalen Vorsingwettbewerbes an der Schlossoper Haldenstein unter Leitung von Marcus Bosch den Dancaïro in Bizets Carmen in Chur, sowie in der Tonhalle Zürich. In der Spielzeit 2010/2011 war Sören Richter an der Opéra National de Lorraine in Nancy in der Partie des Vicomte Cascada in Lehárs Die lustige Witwe und an der Opéra Monte Carlo unter Asher Fisch in Richard Strauss‘ Salome als Dritter Jude zu hören.
    Er sang u.a. bei den Thüringer Schlossfestspielen die Rolle des Steuermanns im Fliegenden Holländer, als Doktor Blind in Die Fledermaus an der Opéra National de Lorraine in Nancy, im Ring für Kinder an der Oper Frankfurt die Rolle des Mime, sowie beim Ekhof Festival Gotha und beim Fränkischen Sommer die Partie des Atrax in der vielbeachteten, wiederentdeckten Barockoper Sardanapalus von Christian Ludwig Boxberg, der auch eine CD-Einspielung folgte.

    Neben dem Musiktheater widmet sich Sören Richter rege dem Konzertgesang, so etwa in Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Dietrich Ehrenwerth, Rudolf Lutz, Ralf Otto und Michael Schneider, wobei sein Repertoire von den frühbarocken Werken Monteverdis, über Mozart, Haydn und Mendelssohn bis hin zu Kompositionen der Gegenwart reicht. Mit besonderer Vorliebe pflegt der junge Tenor jedoch das Vocal-Werk Johann Sebastian Bachs, in dessen Kantaten, Oratorien und Passionen er regelmäßig als Solist zu hören ist.

    Als Ensemble-Sänger arbeitet Sören Richter regelmäßig mit der Bachstiftung St. Gallen, sowie Collegium Vocale Gent und natürlich dem Ensemble Polyharmonique.

    Alexander Schneider
    Primus Inter Pares & Alto


    „Die Harmonik des 17. Jahrhunderts in mitteltöniger Stimmung ist ein Universum der Klarheit.“


    Alexander Schneider wurde in Frankenberg/Sachsen geboren. Von 1987 bis 1996 war er Mitglied des Dresdner Kreuzchores, bevor er bei Peter Herrmann an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin studierte. Im Jahr 2004 schloss er sein Studium in Gesang und Pädagogik ab. Er besuchte Meisterkurse bei David Cordier, Jeffrey Gall und Peter Kooij und ist Preisträger des Wettbewerbs „Musica Antiqua“ in Brügge 2002.

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    Dirigenten wie Philipp Herreweghe, Raphaël Pichon, Václav Luks, René Jacobs, Kristian Jaervi, Stephen Stubbs, Ludger Rémy, Howard Arman, Joshua Rifkin, Philippe Pierlot, Martin Haselböck, Marcus Creed, Hans Chr. Rademann und Konrad Junghänel haben mit ihm gearbeitet.
    Zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentieren diese Arbeit.

    Als Opernsänger trat er am Heidelberger Theater, an der Oper Leipzig, am Goethe-Theater Bad Lauchstädt, am Schlosstheater Potsdam (Neues Palais) und am Theater Gera auf und war als Oberon in Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ am Luzerner Theater zu erleben.
    In der internationalen Premiere von Daniel Schnyders Jazzoper „Casanova“ sang er „Mozart“ in Gstaad/Schweiz und New York City/USA.

    Er gründete das Solistenkollektiv Polyharmonique um Projekte mit Vokalmusik der Spätrenaissance und des Barock in Konzerten und CD-Aufnahmen zu verwirklichen.
    Zunehmend tritt Alexander Schneider als Dirigent in Erscheinung. Er leitet den Chor Amicantus (Provinz Limburg/Belgien) und gibt in der Sommerakademie Alden Biesen Kurse für Chorsänger.

    Magdalene Harer
    Soprano


    „Ich singe gerne Alte Musik. Ich glaube ihre Sprache zu verstehen, liebe die rethorischen Mittel und kann mich dem Sog, den sie auf mich ausübt, nicht entziehen.“


    Magdalene Harer hat ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Sabine Ritterbusch absolviert und 2010 mit Auszeichnung abgeschlossen. 2015 beendete sie zusätzlich ihr Studium im Fach Soloklasse/Konzertexamen an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

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    Seit vielen Jahren ist sie eine gefragte Solistin im Konzertbereich und bundesweit mit den großen Oratorien zu hören.
    Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist der Ensemblegesang. So singt sie u.a. im Collegium Vocale Gent, im Ensemble Polyharmonique, im Huelgas Ensemble und im RIAS-Kammerchor. Eine intensive Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Dirigenten Konrad Junghänel und ist Mitglied in dessen solistischem Vokalensemble Cantus Cölln.

    Magdalene Harer gab Konzerte in vielen europäischen Ländern, Israel und den USA und musizierte mit Orchestern wie Concerto Köln, der Hannoverschen Hofkapelle, dem Göttinger Barockorchester, dem Ensemble La Festa Musicale, dem Barockorchester L’Arco, der Lautten Compagney, dem Ensemble Schirokko, der Nordwestdeutschen Philharmonie, dem Göttinger Symphonieorchester, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Neuen Düsseldorfer Hofmusik und dem Münchener Kammerorchester.

    Basso Continuo


    Unabdingbar für unsere musikalische Arbeit mit Musik des 17. und 18. Jahrhunderts ist der Basso Continuo.


    Er sorgt für die Basis, auf der sich das ganze musikalische Geschehen abspielt, und die die Solist*innen von Ensemble Polyharmonique zur Entfaltung kommen lässt.
    In Juliane Laake (violone) und Klaus Eichhorn (organo di legno) haben wir die idealen musikalischen Partner, die uns als permanent guests in unseren Konzerten und Aufnahmen begleiten.
    Das klangliche Farbspektrum des BC-Teams ist erweiterbar durch Magnus Andersson (tiorba) und Maximillian Ehrhardt (harpa doppia).

    Juliane Laake
    Violone

    Juliane Laake studierte Viola da Gamba an der Hochschule für Künste Bremen sowie am Königlichen Konservatorium von Den Haag. Etliche Meisterkurse bei internationalen Kapazitäten vervollständigen ihre Ausbildung.

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    Die Preisträgerin des Internationalen Telemannwettbewerbs Magdeburg hat sich inzwischen beim Leipziger Bachfest und zahlreichen anderen renommierten Festivals für Alte Musik empfohlen: Sie konzertierte unter anderem in Utrecht, Kopenhagen, Stockholm, Zürich, Tel Aviv und Sydney, arbeitet regelmäßig mit Ensembles wie der Lautten Compagney, Weser-Renaissance und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie mit renommierten Solisten wie Hille Perl, Harry van der Kamp und Dorothee Mields und mit so hervorragenden Dirigenten wie Hans-Christoph Rademann und Pablo Heras-Casado zusammen. Juliane Laakes umfangreiche Diskographie zeugt von diesen Kooperationen.

    In ihren persönlichen Konzertprogrammen und CD-Produktionen widmet sich Juliane Laake in Begleitung ihres Ensembles Art d’Echo mit Hingabe der Gambenliteratur in all ihren Facetten, vornehmlich der seltener zu hörenden. Zahlreiche von der Presse hochgelobte Weltersteinspielungen belegen ihre anspruchsvolle Forschungsarbeit sowie ihr höchst virtuoses anrührendes Gambenspiel. Ihre CD’s wurden mehrfach für den Preis der deutschen Schallplattenkritik, den OPUS KLASSIK sowie für den International Classical Music Award (ICMA) nominiert.

    Klaus Eichhorn
    Organo di legno

    Klaus Eichhorn studierte Kirchenmusik und Cembalo an der UdK Berlin.
    Er gehört zu den Gründungsmitgliedern der Musicalischen Compagney, deren musikalische Pioniertaten im Bereich der Alten Musik seinen Werdegang prägend beeinflußt haben.

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    Von 1972 bis 1981 war er Lehrbeauftragter beim Staats- und Domchor Berlin. Mit der von ihm gegründeten Capella Cantorum, ein Vocalensemble mit Knaben- und Männerstimmen, realisierte er zahlreiche Konzerte und Aufnahmen.
    Einladungen von Ensembles wie Concerto Palatino (Bologna), Musica Fiata (Köln), Fiori Musicali (Bremen) u.a. sowie regelmäßige Auftritte bei den „Alte Musik“-Festivals in Utrecht, Innsbruck, Flandern, Schleswig-Holstein, u.v.m., die Zusammenarbeit mit führenden Kammerchören (RIAS, Stuttgarter, Dresdner) und Konzerte mit Dirigenten wie J.E. Gardiner, F. Bernius, A. Parrott u.a. zeugen von der hohen Wertschätzung als kompetenter und diskret-zuverlässiger Generalbass/Continuo-Spieler. Orgel-Solokonzerte ergänzen diese vielfältige Tätigkeit.

    Klaus Eichhorn wurde 1994 nach langjähriger Unterrichtstätigkeit an der Bremer Akademie für Alte Musik zum Professor an die Hochschule für Künste Bremen berufen. 1991-2010 war er Dozent für Orgel und Generalbassspiel an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale.
    Seit 2005 ist er als Orgelsachverständiger für die Landeskirche Berlin-Brandenburg tätig.

    Sein Hauptarbeitsbereich liegt in der geistlichen Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts. Über den – als nur technische Vorbedingung verstandenen – Einsatz historischen Fingersatzes hinaus, vornehmlich an klanglichen, dynamischen und textlich-sprachlichen Parametern orientiert sich auf der Orgel seine über lange Jahre an Originalinstrumenten experimentierte wie an Quellen studierte und durch intensive Praxis etablierte Spielweise, die in den Wechselwirkungen von Ensemble- und Solo-Elementen gereift, einen sowohl instrumentalen wie vocalen Charakter erhält.