Portfolio
6 Sänger:innen / 2 Musiker:innen
DIE HIMMEL ERZÄHLEN – Heinrich Schütz & Zeitgenossen
Geistliche Madrigale – das scheint ein Widerspruch in sich zu sein, schrieb man im Frühbarock doch eigentlich entweder geistliche Motetten oder aber weltliche Madrigale. Die Musik von Heinrich Schütz, Tobias Michael und Andreas Hammerschmidt gehört zu den Kostbarkeiten mitteldeutscher Vokalmusik des 17. Jahrhunderts.
In ihren Werken werden beide Stile miteinander verbunden. Man sprach von einer „sonderbar anmüthigen Italian Madrigalischen Manier“ oder „einer sonderbahren, lieblichen Madrigalischen Art“. Hierbei handelt es sich um fünf- und sechsstimmige, nur durch den Basso continuo begleitete Gesänge, die für den gottesdienstlichen Gebrauch bestimmt waren und in Sammelbänden zusammengefasst wurden.
Der Altmeister Heinrich Schütz zeigt in seiner Geistlichen Chor-Music (1648), wie man um die Mitte des Jahrhunderts im reinen Kontrapunktstil noch immer lebendige polyphone Musik schreiben konnte, ohne die Satzregeln des 16. Jahrhunderts zu verletzen.
So kann das Ensemble Polyharmonique in diesem Konzert in kunstvollen polyphonen Strukturen schwelgen und die Texte zugleich durch expressive Stilmittel à la Monteverdi bildhaft darstellen.
Als Hörer der heutigen Zeit muss man vielleicht den Mut haben, sich dem Durchdringenden dieser Musik hinzugeben – einer Musik, die sich nicht abnutzt und sich immer weiter erschließt dem, der sich auf sie einlässt. Am Ende wird man reichlich belohnt durch höchsten Kunstgenuss und wertvolle musikalische Erfahrungen, die Herz und Geist gleichermaßen in Schwingung versetzen.
Programme
JESU MEINE FREUDE
Geistliche Chormusik 1648 & „Jesu meine Freude“ – Werke von Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach
ISRAELSBRÜNNLEIN – MUSICALISCHE SEELENLUST
Geistliche Madrigale – Werke von Johann Hermann Schein und Tobias Michael
CHORMUSIC AUFF MADRIGALMANIER
Geistliche Madrigale & Geistliche Konzerte von Andreas Hammerschmidt
TROSTGESÄNGE
Geistliche Madrigale von Wolfgang Carl Briegel
O DOLOROSO SORTE
Italienische Madrigale von Claudio Monteverdi, Luca Marenzio, Andrea Gabrieli und Cipriano de Rore
PASSIO SECUNDUM JOANNEM
Johannespassion, Motetten & Geistliche Konzerte von Christoph Demantius, Andreas Hammerschmidt, Heinrich Schütz u. a.
BACHFAMILY
Motetten und geistliche Madrigale von Heinrich Bach, Johann Christoph Bach, Johann Michael Bach, Johann Ludwig Bach und Johann Sebastian Bach
5 Sänger:innen / 2 Musiker:innen
VESPRO DELLA BEATA VERGINE
Marienvesper – Werke von Alessandro Scarlatti, Domenico Scarlatti und Alessandro Melani
MADRIGALI SPIRITUALI
Werke von Giovanni Pierluigi da Palestrina
Besetzung: 5 Sänger & Laute
MADRIGALE D’AMORE – Liebesmadrigale des Hochbarock
Werke von Georg Friedrich Händel, Antonio Lotti, Antonio Caldara und Alessandro Scarlatti
4 Sänger:innen / 2 Musiker:innen
VENEZIA – O SUAVISSIMUM VERBUM
Geistliche Konzerte des 17. Jahrhunderts aus Italien
Werke von Giovanni Rovetta, Giovanni Rigatti, Alessandro Grandi u. a.
JUBILATE!
Geistliche Konzerte des 17. Jahrhunderts aus Deutschland
Werke von Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein, Christoph Bernhard, Johann Vierdanck
8 Sänger:innen / 4 Musiker:innen
MUSIKALISCHE EXEQUIEN
Requiem & Geistliche Konzerte von Francesco Cavalli und Heinrich Schütz
MISSA MEXICANA – Musik aus der Neuen Welt
Messe und Motetten von Juan Gutiérrez de Padilla u. a.
10 Sänger:innen / 3 Musiker:innen
STABAT MATER – CRUCIFIXUS – MISERERE
Werke von Domenico Scarlatti, Antonio Lotti und Leonardo Leo
Mit Fasten und Gebeten gedenken die Menschen des Leidenswegs Jesu und werden daran erinnert, welche Dinge wirklich wichtig sind für ein friedliches und tolerantes Miteinander.
Gerade in der Sakralmusik des 17. und 18. Jahrhunderts aus Italien hat die emotionale Ausdeutung des Textes eine besondere Bedeutung. Den Komponisten dieser Zeit gelang es eindrucksvoll, die Affekte des Leidens, Klagens, Sühnens, Bittens und Büßens musikalisch zu gestalten.
Das Programm führt über den Bußpsalm Miserere zu einer der vielleicht schönsten Kompositionen für die Passionszeit: dem Stabat Mater von Agostino Steffani.
Darin lässt sich das barocke Weltbild erahnen – die Idee einer ordnenden Kraft –, die diese Musik zu einem wertvollen und vielleicht auch dringenden Lebensbegleiter der Gegenwart werden lässt.
MARIENVESPER / VESPRO DELLA BEATA VERGINE
Claudio Monteverdi & Ignazio Donati
Besetzung:
6 Sänger:innen / 12 Musiker:innen
6 Sänger:innen / 4 Musiker:innen – Variante nur mit Basso Continuo
Die Bürger Venedigs waren stolz auf ihre Unabhängigkeit vom Papst, und nirgendwo wurde mehr darauf geachtet als in der besonderen Liturgie von San Marco, die unbeeinflusst von den Reformen des Tridentinischen Konzils bis ins 17. Jahrhundert überlebte.
Claudio Monteverdi – der große Opernkomponist des 17. Jahrhunderts – war Kapellmeister am Markusdom. Ein Fixstern im Kosmos der abendländischen Musik, der es verstand, in seiner Musik den Übergang von der Epoche der Renaissance in das Barockzeitalter zu evozieren. Nicht nur in der Oper, sondern auch in der Kirchenmusik haben seine Ideen die Tür zur musikalischen Moderne weit aufgeschlossen.
Gepaart mit der Meisterschaft seines Kollegen Ignazio Donati, Kapellmeister in Mailand, hat das Ensemble Polyharmonique aus der Summe der Quellen von Monteverdi und Donati eine Marienvesper zusammengestellt, wie sie Mitte des 17. Jahrhunderts in Norditalien erklungen sein könnte.
Ein Konzert voller Poesie, Andacht und prächtiger musikalischer Energie zur Ehrung der Seligen Maria – eine Vespro della Beata Vergine.
BUSSPSALMEN – Wolfgang Carl Briegel
GEISTLICHE CHOR-MUSIC – Heinrich Schütz
Besetzung:
6 Sänger:innen / 5 Musiker:innen
Das für jene Zeit bemerkenswert lange Leben von Wolfgang Carl Briegel (1626–1712) hatte zwei große berufliche Schwerpunkte: Von 1650 bis 1670 wirkte er als Kapellmeister am Hof des Herzogtums Sachsen-Gotha und ab 1671 bis zu seinem Lebensende in Darmstadt als „Fürstlich Hessischer Kapellmeister zu Darmstadt“.
Der Nachwelt hat er ein umfangreiches Œuvre hinterlassen. Ein großer Anteil seines Schaffens ist der sakralen Vokalmusik gewidmet, doch auch Opern, Ballette, Bühnenmusiken, Lieder und Instrumentalmusik zeigen das große Spektrum seiner kompositorischen Vielseitigkeit.
Des Königs und Propheten Davids Sieben Bußpsalmen nebenst etlichen Buß-Gesprächen von 1690 ist eine Sammlung im concertanten Stil – reich an musikalischen Affekten und dennoch konsequent kontrapunktisch gearbeitet. Mit nobel inniger Stimmführung zeigt sich darin Briegels Meisterschaft in der musikalischen Textdeutung.
In Kombination mit der lebendigen polyphonen Musik der Geistlichen Chor-Music (1648) von Heinrich Schütz ist ein „unerhörtes“ Konzert zu erwarten, das auch das Publikum von heute Herz und Seele in Schwingung versetzen wird.
SPLENDOR OF VENICE
C. Monteverdi, A. Rigatti, A. Grandi
Besetzung:
6 Sänger:innen / 6 Musiker:innen
Venedig war schon im 17. Jahrhundert „the place to be“. Wer es als Komponist zu etwas bringen wollte, musste in das Eldorado der abendländischen Musikszene reisen.
Am glanzvollsten sah sich die Serenissima in ihrer Hauptkirche San Marco repräsentiert. Deren Kapellmeister schufen Werke, die kaum noch an Kirchenmusik erinnern wollten.
Eine mitreißende Vespermusik mit Werken von Claudio Monteverdi, Antonio Rigatti, Giovanni Rovetta, Francesco Cavalli, Natale Monferrato und Giovanni Legrenzi.
HISTORIA NATIVITATIS
Ein Weihnachtsoratorium nach Heinrich Schütz – SWV 435
Besetzung:
6 Sänger:innen / 7 Musiker:innen
Die berühmte Weihnachtshistorie von Heinrich Schütz verlangt ursprünglich die Besetzung einer gut ausgestatteten Hofkapelle des 17. Jahrhunderts. Schütz veröffentlichte jedoch die Evangelistenpartie auch separat und schrieb im Vorwort, dass man die Texte der Intermedien „auff die ihnen beliebende Manier“ neu vertonen könne.
Diese Worte inspirierten das Ensemble Polyharmonique zu einer schlanken Alternative für sechs Gesangsstimmen, zwei Violinen und Basso Continuo.
In Archiven und Bibliotheken fanden sich Werke von Andreas Hammerschmidt, Samuel Scheidt, Wolfgang Carl Briegel, Johann Georg Carl u. a., die sich für diese Besetzung eignen und exakt den Textvorgaben von Schütz entsprechen.
So erzählt dieses Weihnachtsoratorium in Motetten, geistlichen Konzerten und Liedsätzen des 17. Jahrhunderts von Mariae Verkündigung, den Hirten auf dem Felde, der Anbetung der Weisen aus dem Morgenland und der Flucht nach Ägypten.
MEMBRA JESU NOSTRI – Dieterich Buxtehude
PASSIONSMUSIK – Georg Christoph Strattner
STABAT MATER – Giovanni Paolo Colonna
Besetzung:
5 Sänger:innen / 9 Musiker:innen
Die Passionsmusik Membra Jesu Nostri von Dieterich Buxtehude gehört zu den großartigsten Werken pietistischer Betrachtung in der Musik.
Dazu erklingt die Mini-Passion „Sehet doch ihr Menschkinder“ von Georg Christoph Strattner sowie ein berührendes Stabat Mater von Giovanni Paolo Colonna, dessen Stil in ganz Europa große Anerkennung fand.
VON DER HIMMLISCHEN UND IRDISCHEN LIEBE
Andreas Hammerschmidt – Der Orpheus von Zittau
Besetzung:
6 Sänger:innen / 6 Musiker:innen
Andreas Hammerschmidt gehört zu den bedeutendsten Vertretern protestantischer Kirchenmusik in der Generation nach Heinrich Schütz.
Seine Musik zeichnet sich durch sinnliche Melodiosität, klare Struktur und große Ausdruckskraft aus und war schon zu Lebzeiten außerordentlich populär.
Das Programm bietet einen Einblick in sein umfangreiches Œuvre von über 400 überlieferten Werken: Lutherische Messen, Motetten, geistliche Madrigale und italienisch inspirierte Monodien rund um das Hohe Lied Salomonis.
VOM JAMMERTAL INS PARADIES
Heinrich Schütz & Michael Wiedemann
Besetzung:
8 Sänger:innen / 9 Musiker:innen
Im Zentrum stehen zwei monumentale Trauermusiken: Heinrich Schütz’ Musikalische Exequien (1636) und Michael Wiedemanns Epitaphium Musicum (1693).
Schütz komponierte seine Exequien für die Beisetzung des Fürsten Heinrich Posthumus von Reuß und verband darin liturgische Strenge mit persönlicher Empfindung.
Wiedemanns Werk greift diese Anlage auf und erweitert sie um eindrucksvolle räumliche Effekte mit ferngestellten Ensembles – darunter eine „Seelenstimme“ (Sopransolo mit Laute) aus dem Familiengewölbe.
So entsteht eine immersive Klangarchitektur, die den Weg „vom Jammertal ins Paradies“ sinnlich erfahrbar macht.
MARKUSPASSION
Johann Georg Künstel
Besetzung:
9 Sänger:innen / 10 Musiker:innen
Die „Coburger Markuspassion“ von Johann Georg Künstel (ca. 1645–1694) ist eine bemerkenswerte Entdeckung der deutschen Musikgeschichte.
Das abendfüllende Werk steht ganz im Zeichen des italienischen Concertato-Stils und führt den Hörer unmittelbar in die Leidensgeschichte Jesu hinein.
Mit dramatischen Turba-Chören, ausdrucksstarken Rezitativen, poetischen Arien und meditativen Chorälen entfaltet sich ein raffiniert gestaltetes Musikdrama.
Das eingefügte „Ecce quomodo moritur“ von Jacob Gallus sowie der Schlusschoral „O Traurigkeit“ kennzeichnen das Werk als protestantische Passion par excellence.
Programme zu 6 Stimmen
Orlando di Lasso – CANTIONES SACRAE
Cantiones sacrae 6 vocum (1594)
Besetzung: 6 Sänger
Werke von Orlando di Lasso
William Byrd – INFELIX EGO
Musik der Buße
Besetzung: 6 Sänger
Werke von William Byrd, Adrian Willaert, Orlando di Lasso und Erik Van Nevel
Giovanni Pierluigi da Palestrina – MISSA ASSUMPTA EST MARIA & MOTETTEN
Musik aus der Peterskirche in Rom
Besetzung: 6 Sänger
Werke von Giovanni Pierluigi da Palestrina
Tomás Luis de Victoria – REQUIEM & MOTETTEN
Musik des Goldenen Zeitalters Spaniens
Besetzung: 6 Sänger
Werke von Tomás Luis de Victoria, Sebastián de Vivanco und Alonso Lobo
10 Sänger:innen
MESSE IN H-MOLL BWV 232 – Johann Sebastian Bach
Das musikalische Weltkulturerbe in einer Besetzung mit zehn Solisten gibt uns die Möglichkeit, in den vier- bis fünfstimmigen Passagen auch in doppelter Stärke zu singen. Dadurch erreicht das Ensemble Polyharmonique einen zusätzlichen Grad an klanglicher Bandbreite, wie er in gänzlich solistischen oder rein chorischen Aufführungen nicht zu hören ist und dennoch größere Räume klanglich zu füllen vermag.
8 Sänger:innen
WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248 – Johann Sebastian Bach
Der Klassiker unter den Barockoratorien – ein „must-have“ zur weihnachtlichen Zeit. Acht Solisten und ein schlank besetztes Barockorchester befreien das Weihnachtsoratorium von seiner romantischen Patina und lassen wahrhaft weihnachtliche Gefühle aufkommen.
JOHANNESPASSION BWV 245 – Johann Sebastian Bach
Der Leidensweg Jesu nach dem Evangelisten Johannes, erzählt in der dramatischen Version des großen Johann Sebastian Bach.
12 Sänger:innen
MESSIAH HWV 56 – Georg Friedrich Händel
Das Oratorium Messiah für Chor, Orchester und Solisten von Georg Friedrich Händel gehört zu den populärsten Werken geistlicher Musik der abendländischen Musikkultur. Händel verfertigte den ersten Entwurf bekanntermaßen in nur 24 Tagen und hat doch nie wirklich aufgehört, an dem Werk zu arbeiten. Ständig veränderte und modernisierte er die Partitur, um sie den jeweils verfügbaren Sängern und Aufführungsumständen anzupassen.
Somit gibt es keine verbindliche Fassung, der wir heute folgen könnten. Das Solistenkollektiv Polyharmonique folgt dem Vorbild des Meisters und hat das Werk ganz auf die individuellen Gegebenheiten der Ausführenden eingerichtet.
Dies bedeutet eine neue Stimmverteilung in den Soli, kombiniert mit selten gespielten Varianten von Arien und Chören. Das Einfügen kurzer a-cappella-Motetten der englischen Chortradition sowie Instrumentalmusiken zu Beginn der jeweiligen Teile lässt den Hörer in die Atmosphäre der Zeit eintauchen und den musikgeschichtlichen Kontext des Messiah spüren.
Mit einer schlanken Besetzung aus zwölf Solisten – die zugleich die Chöre ausführen – und einem virtuos spielenden Barockorchester entsteht ein kurzweiliges Konzerterlebnis, das dem Publikum neue Hörhorizonte eröffnen wird.
8 Sänger:innen
DRESDEN VESPERS – Johann David Heinichen
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts durchlief Dresden jene Entwicklung, welche die Stadt zu einer bedeutenden Barockresidenz werden ließ und ihr den berühmten Ruf „Elbflorenz“ einbrachte.
Die in unserem Konzert erklingende Vespermusik aus der Feder des königlich-polnischen und kurfürstlich-sächsischen Kapellmeisters Johann David Heinichen könnte so an einem Festsonntag um 1724 in Dresden – im zur Kirche umgebauten Opernhaus am Taschenberg – erklungen sein.
Die Musik zeigt den modernen venezianischen Concerto-Stil mit prächtigen Chören, virtuosen Arien und Ensembles in abwechslungsreichen Besetzungen – kurzum eine lebendige und kurzweilige Musik, die ihrem Anspruch mehr als gerecht wird.
8 Sänger:innen
DER SICILIANISCHE JAHRGANG – Georg Philipp Telemann
Georg Philipp Telemanns Sicilianischer Jahrgang entstand um 1719 für die Hofkapelle in Eisenach. Die Texte stammen aus der „Poetischen Auffmunterung zur Andacht“, einem Jahrgang von Kantatendichtungen des Hofsekretärs Johann Friedrich Helbig, der am Hof zu Eisenach als Musiker, Dichter und Organisator wirkte.
Im Vorwort schreibt Helbig, er habe bewusst auf „poetische Zierligkeiten“ verzichtet, weil „christliche Einfalt“ der schönste Schmuck dieser Dichtung sei.
Die Bezeichnung „sicilianisch“ verweist auf ein stilistisches Merkmal, das sich wie ein feiner Faden durch den gesamten Jahrgang zieht. Fast jede Kantate enthält ein Siciliano: einen Dreiertakt mit weichen, schwingenden Bewegungen, oft punktiert und getragen von einem leisen pastoralen Atem.
Johann Mattheson beschrieb das Siciliano als „zärtlich und von edler Einfalt“.

